Die spirituelle Reise zu Joao de Deus
und der CASA de DOM INACIO DE LOYOLA

nach Abadiania in Brasilien mit André Restau

begleitete Reise zu Joao de Deus mit persönlichem Reisebegleiter und / oder einer Reisegruppe
Anmeldung Kosten gratis E-book Reisebegleiter Erfahrungen Info-Broschüre gratis Video

Reise zur Casa de
Dom Inacio und
Joao de Deus

·
HOME CORSICAREIKI
·
Voyage à la Casa
·
Kontakt / E-mail
· · ·
Startseite 'Reise in
die Casa de Dom
Inacio

·
Reiseanmeldung
·
Kosten der Reise
·
Was beinhaltet die
Reise

·
Ihr Reisebegleiter
·
Informations-
Broschüre

·
Ein spiritueller
Reisebericht

·
Ein spiritueller
Reisebericht (2)

·

Biografie von
Joao de Deus

·
Die Casa
de DOM INACIO

·
Die Arbeit in den
current-rooms

·
Die Arbeit in den
current-rooms (2)

·

Der Cachoeira
·
Die ‚Kräuter' / ‚herbs'
·
Presseberichte
·
Joao in den USA
2006

·
Joao in Neuseeland
2006

·
Bücher und Filme zu
Joao de Deus

·
Von allen guten
Geistern verlassen?

·
Von allen guten
Geistern verlassen? (2)

·
Die Operationen in
der Casa de Dom
Inacio (1)

·
Die Operationen in
der Casa de Dom
Inacio (2)

·
Vai Trabahar!
·
Das kostenlose
E-book
"Reise in die Casa"

·
Teilnehmerstimmen
·
Die nächste Gruppenreise
28. Februar - 14. März 2010
30. Oktober - 14. November 2010
Meine Reise in die Casa
Ein spiritueller Reisebericht Teil 2
............................................
Mit etwas gemischten Gefühlen verlasse ich den kleinen Raum, in dem Patienten nach sehr schweren Operationen sich ausruhen und in dem man nach jedem Gang vor Joao de Deus kurze Zeit verbleibt, bevor man wieder ins Freie tritt. Heute nachmittag soll es also soweit sein: Nachdem ich letzte Woche schon ein wenig enttäuscht war, daß bei mir so scheinbar gar nichts passierte und ich immer nur meditieren sollte, steht nun für heute nachmittag eine Operation an. Eine unsichtbare. Natürlich. Zum Glück. Ich war ohnehin am Beginn meiner ersten Casa-Woche sehr erleichtert, als ich erfuhr, daß man normalerweise immer die Wahl hat zwischen einer unsichtbaren und einer sichtbaren Operation, denn wirklich aufgeschnitten werden möchte ich ja nun doch nicht, auch wenn ich natürlich glaube, daß es ganz harmlos ist und zu meinem eigenen Besten und absolut nichts schiefgehen kann und obwohl ich natürlich Vertrauen habe, ganz bestimmt sogar, sonst wäre ich ja nicht hier, oder?
Aber trotzdem bin ich froh, daß ich mit einer unsichtbaren Operation "davonkomme".
Ob wohl mein Rücken operiert wird? Oder mein Nacken? Oder der Unterleib? Oder doch der Kopf, wegen der häufigen Kopfschmerzen? Am Schulterblatt, wo dieser tückische Dauerschmerz sitzt, das wäre auch nicht schlecht. Mein rechtes Knie? Am Besten doch wohl alles zusammen? Wo soll ich bloß die vielen Hände hernehmen, um sie auf alle wichtigen Stellen zu legen?
Ich bin also neugierig, ein bißchen aufgeregt, vor allem aber froh, daß nun endlich etwas passieren soll, denn dafür bin ich ja schließlich hergekommen.
Am Nachmittag finde ich mich pünktlich in der Operationsschlange ein. Ein paar der Anwesenden kenne ich und wir nicken uns freundlich lächelnd schweigend zu, uns durchaus der Wichtigkeit der ganzen Angelegenheit bewußt. Dann werden wir nach einer kurzen Wartezeit und nachdem wir unser Operationskärtchen vorgezeigt haben - damit ein Casa-Mitarbeiter sich überzeugen kann, daß nicht eventuell ein falscher Patient darunter ist, der sich in der Schlange geirrt hat - in den Operationssaal geführt. Die Gruppe ist nicht übermäßig groß, ich glaube kaum, daß es mehr als zwanzig oder fünfundzwanzig Personen gewesen sind. Ich setze mich auf den mir angewiesenen Platz, schließe vorschriftsmäßig die Augen und achte darauf, daß Arme, Beine oder Hände nicht überkreuzt liegen, auf daß der Energiefluß nicht gestört wird. Zwischendurch gehen mir immer wieder ketzerische Gedanken durch den Kopf, wie daß das alles hier eine Art Massenhysterie ist und den Leuten gehörig eins vorgegaukelt wird. Aber selbst wenn es so wäre - was ich nicht ernsthaft glaube, nur gehen mir eben trotzdem manchmal solche Gedanken durch den Kopf, die auch sicherlich nicht immer unbedingt meine eigenen sind - wäre es so schlimm?, da es doch nichts kostet und der Placebo- und Selbstheilungseffekt inzwischen ja sogar von Schulmedizinern nicht mehr abgeleugnet werden kann.
Ich weiß, daß diese Gedanken gesehen werden, aber ich schäme mich ihrer nicht und weiß, ich brauche mich nicht dafür zu entschuldigen, schließlich bin ich "nur" ein Mensch mit meinem eingeschränkten menschlichen Bewußtsein und derartigen Ideen ausgesetzt zu sein, auch wenn man sie eigentlich gar nicht denken will, ich nun mal menschlich. Aber sie stören mich, da ich jetzt hier etwas Wichtigeres wahrnehmen möchte als diese albernen überflüssigen Gedanken. Ich wische sie also beiseite und konzentriere mich, das heißt ich versuche an nichts zu denken, was mir wie immer sehr schwer fällt, hier aber erstaunlicherweise viel leichter als anderswo. Und ich merke, obwohl mein Kopf mich nach wie vor mit "klugen" und "kritischen" Überlegungen bombardiert und mich offenbar absolut daran hindern will etwas zu spüren, daß ich trotzdem eine ganze Menge spüre. Ich spüre, daß hier eine zutiefst liebevolle und verständnisvolle Energie herrscht, nein, nicht herrscht, sondern weilt, bei uns ist, mit uns ist, der ich mich bedingungslos anvertrauen kann, da sie nicht von dieser Welt ist. Ich beschließe spontan, eine Hand aufs Herz zu legen und die andere offen auf den Oberschenkel. Eigentlich beschließe ich es nicht, sondern mein Körper führt die Bewegung unwillkürlich aus. Ich muß hier nichts mehr kontrollieren oder im Griff haben, nichts selbst entscheiden und bestimmen, nein, hier befindet sich etwas im Raum, das besser und umfassender weiß als ich je wissen könnte, was gut und hilfreich für mich ist.

Ich fühle aber weder eine Art Betäubung, noch einen trance-ähnlichen Zustand, noch etwas von den vielen sensationellen oder außergewöhnlichen Empfindungen, von denen andere mir so begeistert berichtet haben und bei denen mich stets ein leiser Zweifel beschlich, ob man da nicht so manches Mal der Realität mit ein wenig Imagination auf die Sprünge geholfen habe. Was ich spüre, ist eine Dankbarkeit, die nicht aus dem Kopf - das weiß ich genau, wie überhaupt die Stimmen aus dem Kopf und die Stimme des Herzens hier in der Casa für mich wesentlich deutlicher voneinander zu unterscheiden sind als jemals zuvor in meinem Leben -, sondern von ganz tief innen aus mir herauskommt: Dankbarkeit dafür, daß ich hier sein darf, daß ich dieses Vertrauen spüre, daß mir hier geholfen werden wird, auch wenn ich nicht genau weiß wie es geschieht und ob es so geschieht wie ich es möchte, oder auch nur welche Stellen in meinem Körper es betrifft. Dankbarkeit, daß es eine Instanz gibt, die mich nicht nur geschaffen hat, sondern auch alles tun möchte mir zu helfen glücklich und gesund meine Aufgaben zu erfüllen und meinen Lebensweg zu gehen, wenn ich es nur zulasse und den Zugang zu ihr nicht verschließe, und - die mich kennt! Die mich ganz und gar kennt und erkennt, in- und auswendig, in jedem Moment, bei jedem Atemzug, und die alles von mir weiß, aus allen Leben und allen Bewußtseinszuständen, auch all das, von dem ich nicht einmal den Hauch einer Ahnung oder einer Erinnerung habe.
Diese Gefühl ist mir nicht neu, aber hier ganz stark präsent ebenso wie die Dankbarkeit dafür, daß diese Instanz auf vielfältige Weise Wesen auf der Erde wirken läßt, um uns Menschen zu begleiten und zu helfen und daß einige dieser Wesen so wie hier an diesem Ort - und das ist das wirklich Neue für mich - auch in die materielle Welt eingreifen und nicht nur auf energetische Weise helfen dürfen; daß sie ganz konkret in die Materie eingreifen, hier also auf unsere Körper einwirken dürfen.
Wobei es zugegebenermaßen ein eigenartiges Gefühl ist, höchst seltsam!, daß etwas in meinem Körper gemacht wird, ein oder mehrere Eingriffe in meinem Körper gemacht werden, von denen ich noch nicht mal weiß wo, und zwar auf energetische Weise, aber dennoch mit sichtbaren und nachweisbaren Ergebnissen, denn Narben oder verschwundene Tumore sind ja inzwischen oft genug wissenschaftlich per Röntgen oder Ultraschall nachgewiesen worden oder sonstige Beweise für körperliche Veränderungen.
Ich merke, wie mich tiefe Ruhe überkommt und die längst verstummten Stimmen in meinem Kopf einem Herzklopfen, nein, eher einem freudigem Gefühl im Herzen Platz gemacht haben und wie die Freude sich allmählich in meinem ganzen Körper ausbreitet. Mein Körper weiß offenbar ganz genau, daß ihm hier etwas ganz Außergewöhnliches, Einzigartiges widerfährt. Ansonsten spüre ich im Körper selbst nichts, also kein Ziehen oder Schmerzen oder Wärme oder was auch immer an den eventuell (?) betroffenen Organen und einzelnen Körperstellen
Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten, dann öffnen wir auf Geheiß langsam die Augen und verlassen kurz darauf schweigend den Raum, um uns ruhig aber zügig in unsere "Krankenzimmer" in den Herbergen zu begeben.
Ich verbringe fast zwei Tage dort. Ich habe Appetit und lasse mir Essen bringen, habe aber keinerlei Bedürfnis das Zimmer zu verlassen oder gar unter Leute zu gehen. Ich empfinde tiefes Vertrauen, das Gefühl, daß alles was gemacht wurde, absolut richtig, notwendig und angemessen war, auch wenn ich nicht weiß und nicht durchschaue, was eigentlich gemacht worden ist. Wie schrecklich muß es sein in einem normalen Krankenhaus nach der Operation aufzuwachen mit tausend Ängsten und Zweifeln und Fragen, ob der Eingriff wirklich nötig war, ob alles richtig gemacht wurde, ob der Chirurg nicht zu müde war und keinen Fehler gemacht hat und wie es wohl um die Nachsorge bestellt sein mag!
Mit André, der am nächsten Tag zum zweiten Mal operiert wird, spreche ich sehr wenig und wenn nur im Flüsterton, ohne daß uns jemand dazu aufgefordert hätte.
Ich erlebe nun was es bedeutet, daß die Aura geöffnet wurde, um in den Körper einzugreifen und dieses Gefühl ist so deutlich und unmißverständlich, daß es wirklich nicht abzustreiten oder als Einbildung abzutun ist. Alles an äußeren Einflüssen ist irgendwie zuviel, zu laut, zu stark. Ohnehin bin ich sehr geräuschempfindlich und allergisch gegen wahllose Berieselung und lebe ein recht ruhiges, streßfreies Leben ohne Straßenlärm, Radio, Fernseher und sonstige permanente Geräuschbelästigung, aber hier fühle ich mich nun fast so, als sei ich gehäutet, als fehle mir eine Schutzschicht, die mich gegen äußere Einflüsse abschirmt, als sei die fragile Seifenblase, die einem erlaubt trotz der zahlreichen alltäglicher Umwelteinflüsse - oftmals auch negativer oder weniger aufbauender Art - zu leben und man selbst zu sein, einigermaßen bei sich zu bleiben ohne zu zerfließen. Es ist, als sei ein Schalentier mit dem Inneren nach außen gekehrt oder ein Kissenbezug auf links gezogen. Unvorstellbar auch zu lesen oder gar sich mit irgendeiner beliebigen, wahllosen Lektüre zu füttern. Alles viel zu viel, viel zu unwichtig, viel zu bedeutungslos und banal!
Ich war noch nie in meinem Leben im Krankenhaus, außer bei meiner Geburt, und bin noch nie "normal" operiert worden. Aber ich weiß sofort, daß der leicht stechende, ziehende Schmerz an meinem rechten Oberbauch das Ziehen einer Narbe ist, denn Narben habe ich schon verschiedentlich gehabt. Aha. Das war damit gemeint, daß unsichtbare Operationen die gefährlichsten sind, da die Leute sich mangels fehlender äußerlicher Narben oft anschließend nicht genug schonen und auf ihren Körper nicht ausreichend Rücksicht nehmen.
Aber warum an dieser Stelle? Da habe ich doch niemals Beschwerden gehabt. Warum nicht an den "Problemzonen"? Was ist da überhaupt an dieser Stelle? Milz? Bauchspeicheldrüse? (Anatomie war noch nie mein Steckenpferd.)
André ist nicht überrascht. "Klar, die Leber", meint er gleichmütig.
Die Leber... !?!?! Wie bitte? Nun gut, ich gebe zu, daß ich die ein oder andere Rotweinflasche in meinem Leben geleert habe, aber...
" ...das ist ja nun wirklich kein Wunder bei dir", fährt er da schon ungefragt fort, was sonst nicht seine Art ist. "Wut und Ärger. Dein Spezialgebiet. Das schlägt alles auf die Leber. Leber- und Gallenmeridian."
Ach so? Aha. Nun bin ich perplex. Soll das heißen, daß ich nun nie wieder ärgerlich werden kann? (Hoppla: beinahe hätte ich "darf" gesagt, sehr vielsagend, ähem...) Daß die Wut sozusagen aus mir herausoperiert worden ist? Das wäre ja allerhand! Das wäre wirklich beachtlich! Ja, wenn das so einfach ist, ist es wirklich schade, daß nicht viel mehr Leute hierherkommen. Allerdings müßten die Psychotherapeuten dann umsatteln.
Aber ich kann mir doch nicht ganz vorstellen, daß es so einfach sein soll und das ist es dann auch nicht, wie sich später herausstellt. Es ist eher so, als sei eine Möglichkeit gegeben, aus der man selbst etwas zu machen hat. Oder eben auch nicht. Es ist mir seitdem, mit einigen Wochen oder Monaten Abstand, als sei eine Art Frühwarnsystem in meinem Körper aktiviert worden. Das hört sich sehr technisch an, es ist aber genau das Gegenteil: Wenn ein Mensch zu Wutanfällen neigt, dann hat er normalerweise zu Beginn eine Stimme in sich, die versucht ihn zu bändigen, ihn zurückzuhalten, eine Stimme des Herzens oder des gesunden Menschenverstandes, die dieser (oft blinden) Wut etwas entgegenzusetzen versucht, um das Unheil im Vorfeld noch abzuwenden. So nach dem Motto "reg' dich doch nicht immer so furchtbar auf, bringt doch eh nichts, du machst mehr damit kaputt als du gewinnst, hinterher geht's dir wieder ganz schlecht und eventuell kippt das Ganze wieder in Depression um, usw."
Manchmal klappt das, aber meist ist die Wut stärker und vor allem schneller und die Stimme geht darin unter. Seit ich nun aus Brasilien wieder zurück bin, spüre ich viel seltener Ärger, der dann irgendwann in Wut umschlägt, sondern viel häufiger Verständnis oder auch den Wunsch, der Situation einfach aus dem Weg zu gehen, einfach wegzugehen. Ganz automatisch geht das oft. Ich drehe mich um und gehe weg. Nicht aus taktischen Gründen oder damit jemand hinterherkommt, sondern wirklich um dem, was sich da anbahnt, aus dem Weg zu gehen, weil ich da keinen Bock mehr drauf habe. Ich empfinde es auch nicht mehr als Schwäche oder feiges Nachgeben.
Ich werde trotzdem noch hin und wieder ärgerlich oder wütend und es gibt auch mal Streit, aber viel seltener und oft kann ich das Schlimmste verhindern, lasse das Ganze nicht mehr eskalieren oder beruhige mich plötzlich. Es ist, als ob da aus meinem Körper, aus meiner Mitte ein Gefühl aufsteigt (nicht wie vorher die meist zu schwache Stimme), das verhindert daß ich auf hundertachtzig komme, als ob mein Körper sich dagegen sträubt. Manchmal hatte ich in solch einer Situation auch Schmerzen an der Leber, also an der OP-Narbe, ein mahnendes Ziehen, so wie wenn ich mich kurz nach der Operation körperlich zu sehr anstrengte, zu schwer hob oder zuviel gegessen hatte. Ich war keineswegs begeistert davon und dachte mir: Prima, nun habe ich noch andere Schmerzen zusätzlich geschenkt bekommen, neue Beschwerden, die ich vorher nie hatte, ein voller Erfolg, da hat sich die weite Reise ja immerhin gelohnt!
Doch dieses Phänomen hielt nur zwei oder drei Wochen an. Geblieben ist dieses aufsteigende Gefühl von: Nein danke, nicht mehr dieses Programm, das ist gelöscht und das wollen wir nicht wieder neu installieren und wiederbeleben. Ein Gefühl von Widerwillen wie man es bei etwas körperlich Widerwärtigem, bei Schnapsgestank oder kaltem Zigarettenqualm verspürt, ein innerliches Gefühl des Zurückweichens, des Abstandnehmens, des nichts damit zu tun haben Wollens.
Wenn so ein negative Gefühl doch noch einmal aufkommt, flaut es schnell wieder ab und ein momentaner Zorn - der ja durchaus aus gerechtfertigt sein kann und notwendig zur Verteidigung - erlischt rasch wieder, löst sich auf. Ich weiß aber, daß ich einerseits sehr wachsam sein muß, daß die alten Strukturen sich nicht wieder installieren und mich andererseits von einem "Rückfall" nicht hinunterziehen und entmutigen lassen darf.
©2006 Beate Schütz
...........................................................................................................................................

Ich habe heldenhaft beschlossen, heute nun auch endlich mal eine Frage zu stellen, wenn ich in der Reihe bei Joao de Deus dran bin. Manche Leute schreiben ja ganze DIN-A-4-Seien mit Fragen voll und scheinen zu glauben, daß je mehr sie fragen, sie unweigerlich auch um so mehr Antworten bekommen würden! Ich sehe den Sinn der kleinen Zettel und auch der Fragen vor Joao de Deus nicht ganz ein. Entweder man glaubt, daß hier in Sekundenbruchteilen der ganze Körper einschließlich der Seele mit allen Leiden und Gebrechen erkannt wird, das ganze Leben - und nicht nur dieses eine - "gescannt" wird, daß man erkannt wird mit Vergangenheit und Zukunft und allen Begleitumständen, körperlich und seelisch, oder man glaubt es nicht. In beiden Fällen erscheinen mir Fragen - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen - unlogisch und überflüssig
Der einzige Sinn, den ich mir vorstellen könnte ist der, daß man selbst eine Frage oder Bitte für ausreichend wichtig hält, um sie zu stellen, daß man sie damit von der Bewußtseinsebene in die materielle Welt bringt, sei es indem man sie aufschreibt und gegebenenfalls übersetzen läßt, sei es dadurch, daß man sie ausspricht (und dadurch "zugibt" wie wichtig sie einem ist.)
Genauer gesagt habe ich aber nicht "beschlossen" eine Frage zu stellen, sondern bin durch die Umstände bzw. durch meinen Körper dazu "gezwungen worden: Die Schmerzen im linken Schulterblatt werden immer unerträglicher, ich kann nachts nicht schlafen, da ich nicht weiß wie ich liegen soll, und das zermürbt mich noch zusätzlich. Die Schmerzen treten genau an der gleichen Stelle auf, nur eben auf der anderen Körperseite, wo ich seit langen Jahren diesen latenten Dauerdruck oder Dauerschmerz habe. Es ist als sei dieser Schmerz spiegelbildlich (habe die Seite gewechselt) auf die andere Seite gewandert. (Wobei er auf der rechten, also ursprünglichen Seite keinesfalls verschwunden, aber momentan kaum spürbar ist).
Eine eigenartige Spannung wie immer an dieser Stelle, die zwei- oder dreimal die ich schon passiert bin, bemächtigt sich meiner, fast so wie im Wartezimmer des Zahnarztes, aber nicht so unangenehm, eine Mischung aus Hoffnung und Bedenken. Und wenn ich nun wirklich schwer krank bin? Vielleicht hat das nur noch kein "richtiger" Arzt gemerkt?
Ich knie ein wenig nieder, da ich es merkwürdig finde so von oben auf Joao herunterzuschauen, und da tönt auch schon die ins Englische übersetzte Antwort an mein Ohr. Das heißt ich bin mir gar nicht bewußt ob und daß eine Übersetzung stattgefunden hat und ich habe auch keine Worte auf Portugiesisch vorher vernommen außer der leise gemurmelten und vom Zettel abgelesenen Frage des Übersetzers. Die Worte sind einfach da, ohne daß ich hätte sagen können woher. "Go to the cristal-bed. It will take your pain away."
Das war's, ich kann abtreten, bei mir geht das immer recht schnell. Allerdings bin ich wie benommen und zu Tränen gerührt. Während ich zum Ausgang gehe, tönen immer wieder diese wenigen und nun ja eigentlich nicht besonders bemerkenswerten Worte an oder besser gesagt in meinem Ohr. Der Satz "it will take your pain away" scheint mir so inhaltsschwer und vielsagend, das Leid, das von mir genommen soll so vielschichtig, daß ich wirklich kaum die Tränen zurückhalten kann und es auch nicht tue. Mein Herz klopft und bebt und signalisiert Aufregung, aber ohne jede Ängstlichkeit. Es scheint sich vielmehr in meiner Brust zu bewegen, als wolle es mir unbedingt kundtun, daß es auch etwas ganz Bewegendes gehört hätte. Und ein dicker Kloß sitzt in meinem Hals. Mir ist, als hätte ich ein ganz großes Geschenk bekommen, völlig verrückt.
Später höre ich von jemandem, daß die verschiedenen Entitäten, die durch Joao wirken, durchaus ihre eigenen Vorlieben und Charakterzüge haben, bzw daß sie diese offenbar aus ihrer letzten menschlichen Existenz beibehalten haben. So verkörpert Joao manche Wesen häufiger und manche seltener. Vormittags soll oft eine Entität inkorporiert sein, die eine etwas schroffere Art hat, während eine der "nachmittäglichen" Wesenheiten mit ihrer Energie und Ausstrahlung oftmals zu Tränen rührt und sehr tief bewegt.
Ich hole mir ein Ticket für das Kristallbett und freue mich darauf.
Die freundliche junge Frau bedeutet mir mein Halskettchen abzulegen, ich klettere auf die Liege und sie legt mir eine Art Binde aus hellem Stoff über die Augen. Dann schaltet sie die Kristallampen ein, bevor sie hinausgeht und das Deckenlicht ausmacht.
Ich rücke mich bequem zurecht, entspanne mich und versuche - mal wieder - an nichts zu denken. Hier und da kommt noch ein Gedanke angeschlichen, doch ansonsten gelingt es mir ganz gut. Ich bin dankbar für die Augenbinde, ist sie doch so etwas wie eine mechanische Barriere, bedeutet sie doch so etwas wie eine Hemmschwelle, ein Hindernis die Augen zwischendurch zu öffnen oder zumindest mal zu blinzeln, um sich die Konstruktion mit den Kristallen und verschiedenfarbigen Lämpchen genauer zu betrachten. Und plötzlich habe ich das Gefühl auf einer Bahre oder einem Totenbett aufgebahrt zu liegen, doch ist dieses Gefühl keineswegs - wie man meinen sollte! - unangenehm. Ich fühle mich vielmehr außerhalb von Raum und Zeit und daran können auch ein paar leise Worte oder Geräusche, die von draußen wie aus unendlich weiter Ferne erklingen, nichts ändern. Ich kann mir eigenartigerweise plötzlich vorstellen - also wirklich vorstellen und nicht vom Verstand her erfassen oder versuchen nachzuvollziehen - wie es ist wenn sich beim Tod die Seele allmählich vom Körper löst. Es ist nicht so, als ob ich schwebe: ich bin in meinem Körper und fühle dies und ich sehe mich auch nicht von oben, wie dies aus Schilderungen von Nahtod-Erfahrungen bekannt ist, aber ich kann es mir vorstellen, die Vorstellung, nicht die bildliche Vorstellung, wie eine Abbildung, sondern das Gefühl davon ist in meinem Körper und meinem Geist gegenwärtig und obwohl ich mir, wie gesagt, meines Körpers bewußt bin, fühle ich mich unendlich leicht, befreit, wie alles Schwere hinter mir lassend. Ich bin mir durchaus dessen bewußt wer ich bin und wo und warum ich hier liege, aber ich erlebe klar und deutlich, daß dies nur ein kleiner Teil meines Wesens ist.
Während langsam der Gedanke angeschlichen kommt, daß 20 Minuten viel zu kurz sind, ist es auch schon vorbei, die Tür geht auf und das Licht geht an und ich bin bloß froh, daß ich diese Augenbinde aufhabe, denn sonst hätte der Schock mich wahrscheinlich geblendet, trotz der geschlossenen Augenlider. Die junge Frau nimmt freundlich lächelnd, aber zum Glück ohne etwas zu sagen die Binde ab, hilft mir von der Liege und reicht mir meine Kette; wir verabschieden uns mit den Augen. Draußen trinke ich etwas Wasser und bewege probeweise meine linke Schulter. Ein wohlbekannter, stechender Schmerz durchzuckt mich. Na gut, da hat sich offenbar noch nichts getan. Ausnahmsweise bin ich aber nicht ungeduldig oder gar enttäuscht. Auch nicht, als Stunden später am Abend immer noch keine Linderung eingetreten ist, nicht einmal ansatzweise. Sei es, daß meine Geduld oder mein Vertrauen auf eine Probe gestellt werden sollen, sei es daß die Umsetzung in die materielle Welt normalerweise ein bißchen dauert, ich werde also nicht ungeduldig. Ich weiß auch, daß oft im Schlaf am besten geholfen werden kann oder bestimmt Hilfe sogar nur im Nachtbewußtsein möglich und erlaubt ist. Also schlafe ich guter Dinge, wenn auch in ungewohnter und unbequemer Rückenlage ein.
Am nächsten Morgen gibt es zwei nette Überraschungen: ich bekomme eine Tasse von dem wunderbar starken brasilianischen Kaffee ans Bett. Es ist nämlich schon ziemlich spät, da ich wie ein Murmeltier geschlafen habe, und - die linke Schulter tut nicht mehr weh, aber nicht ein bißchen!, und läßt sich wieder problemlos bewegen. An dem Zustand unterhalb des rechten Schulterblattes hat sich allerdings nichts getan und was das Ganze bedeuten sollte, weiß ich nun auch immer noch nicht, aber das kann ja noch kommen!

Beim zweiten und beim dritten Mal auf dem Kristallbett spüre ich gar nichts. Außer natürlich, daß es angenehm ist in Ruhe und Entspanntheit und fast völliger Dunkelheit irgendwo zu liegen, während man auch noch das gute Gefühl haben darf, daß einem gleichzeitig etwas Gutes geschieht, und das - wie schön! - ohne eigene Anstrengung.
Vielleicht hatte ich diesmal zu hohe Erwartungen. Oder es sind eben Dinge geschehen, von denen ich nichts mitbekommen habe.
Ein bißchen schade finde ich, als ich schon längst wieder zu Hause bin, daß ich nicht öfter, oder auch mal länger, unter dem Kristallbett war. Da man für mehr als drei Sitzungen die Erlaubnis einzuholen hat, schien mir dies nicht angemessen. Aber im Grunde genommen hatte ich ja die Erlaubnis bzw. die Aufforderung erhalten und im Zweifelsfall hätte ich ja auch nochmals nachfragen können. Nun, da ich es nicht getan habe, wird es wohl so richtig und nicht so wichtig gewesen sein. Dann eben beim nächsten Mal!
© 2006 Beate Schütz
Informationsbroschüre auch zum direkt versenden an Freunde
Reiseinformationen Kosten Reisebegleiter Anmeldung Informations-Flyer Ein spiritueller Reisebericht Joao de Deus in Atlanta / USA Joao de Deus in Neuseeland Die Arbeit in den current rooms der Casa (1) Die Arbeit in den current rooms der Casa (2) Vai Trabalhar! Go to work! An die Arbeit! Der Cachoeira, der heilige Wasserfall Von allen guten Geistern verlassen? (1) Von allen guten Geistern verlassen? (2) Die Operationen in der Casa de Dom Inacio (1) Die Operationen in der Casa de Dom Inacio (2) Zeitungsartikel zu Joao de Deus in Deutschland Bücher und Filme zu Joao de Deus und Spiritismus
André RESTAU
Guide der Casa de Dom Inácio
Für alle Informationen, Anmeldung und ...
wenden Sie sich bitte direkt an:

CORSICAREIKI
André RESTAU
Calle Ventrecha 92
Breña Baja
E-38712 San Jose
La Palma / Islas Canarias
España
Phone: 0034 - 922 - 43 34 14

E-Mail : andre . restau (at) infonie . fr * Web Site : http:// www.corsicareiki.com
Copyright (C) 2009 by André Restau
mailto andré restau

Konstitutions-Typ-gerechtes Fasten und Fastenwandern mit André Restau
zum Entschlacken, Entgiften, Entsäuern und Abnehmen bei http://www.corsicareiki.com/fasten

In Ihrem Leben gibt es Hindernisse, Blokaden oder Burn-Out? Sie haben Ihre Wünsche oder Träume aufgegeben und Ihre Ziele aus den Augen verloren? Dann hilft Ihnen das Perspektiven-Seminar von CORSICAREIKI, denn niemand geht von Bord ohne seine individuelle Lösung und Perspektive. www.corsicareiki.com/seminar/perspektiven.htm