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(DailyNet.de) - *Aachen (fet) -- Jod ist für die Aufrechterhaltung der Funktionen der Schilddrüse zuständig, welche lebensnotwendige Hormone produziert. Ein Jodmangel kann zu Fehlfunktionen und somit zu Gesundheitsstörungen führen. Der Arbeitskreis Jodmangel weist nun darauf hin, dass sich die Jodversorgung von Schwangeren wieder verschlechtert. *

Zwar hat sich die Jodversorgung in Deutschland in den letzten Jahren verbessert, Schwangere und Stillende scheinen jedoch zu wenig von dem Spurenelement zu sich zu nehmen.
So ergaben Untersuchungen von rund 1.000 Frauen im Raum Rostock, dass bei einem Drittel der Patientinnen eine vergrößerte Schilddrüse beziehungsweise bei 60 Prozent auffällige Schilddrüsenbefunde vorlagen. Auch im Hamburger Raum zeichnet sich in einer ähnlichen Untersuchung der Trend zu einer schlechteren Versorgung ab.

Intensive Aufklärungsarbeit seit den neunziger Jahren führte dazu, dass die Zahl der werdenden Mütter, die an einer Schilddrüsenunterfunktion litten, stark zurückging.

Seit 2002 steigt die Häufigkeit der Unterfunktionsrate bei Schwangeren jedoch wieder an. Um eine optimale Versorgung des Körpers zu gewährleisten, ist eine tägliche Zufuhr von 200 Mikrogramm Jod notwendig. Schwangere und Stillende benötigen 230-260 Mikrogramm täglich.

Folgen der Unterversorgung betreffen sowohl die Mütter als auch die Neugeborenen. So können diese bereits einen Kropf bilden, wenn die Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit mit Jod unterversorgt ist.

Zudem übt Jod einen Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes aus. Der Arbeitskreis Jodmangel betont, dass eine nachhaltige Sicherung der Jodversorgung notwendig ist. Obwohl Deutschland heute nicht mehr zu den ausgeprägten Mangelgebieten zählt, besteht weiterhin Optimierungsbedarf.

Zu den Hauptquellen von Jod gehört die Verwendung von jodiertem Speisesalz, was in vielen Privathaushalten Verwendung findet. Auch in Fertigprodukten kommt Jodsalz zum Einsatz, dies ist auf dem Produkt zu deklarieren. Allerdings könnte der Einsatz von Jodsalz in der Lebensmittelindustrie weitaus größer sein, fordert der Arbeitskreis Jodmangel. So ist die kontinuierliche Verwendung von Jod-Pökelsalz in der Fleischindustrie sinnvoll. Auch Backwaren und Fertigprodukte sollten noch häufiger mit jodiertem Speisesalz angereichert sein. Damit wäre ein wichtiger Beitrag zur flächendeckenden Jodversorgung getan.

Auch Seefisch ist mit einem Gehalt von durchschnittlich 200 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm ein bedeutender Jod-Lieferant und steht bestenfalls zweimal pro Woche auf dem Speiseplan. Ist die Jodversorgung über die Nahrung nicht zu gewährleisten, ist eine Rücksprache mit dem Arzt, hinsichtlich einer Supplementation, zu empfehlen.

Befürchtungen einer Überversorgung mit Jod sind meist unbegründet. Die Aufnahme von Jod über die Nahrung reicht nicht aus, um eine Überdosis zu sich zu nehmen. So gelten bis zu 500 Mikrogramm Jod pro Tag als nicht gesundheitsgefährdend. Weitere Informationen zu Jod sind unter www.jodmangel.de erhältlich.

Redaktion: Verena Schüttig

Pressekontakt
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Mariahilfstr. 9, 52062 Aachen

Tel.: 0241 - 96 10 30
Fax.: 0241 - 96 10 322


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Pressemeldung der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention e.V.
http://www.fet-ev.eu

http://www.dailynet.de/News-file-article-sid-829.html

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