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Darmkrebs gehört zu den drei weltweit häufigsten Krebstypen.
Jedes Jahr werden fast eine Million neuer Fälle diagnostiziert. Da Darmkrebs so häufig ist und ab dem 55. Lebensjahr Männer und Frauen gleichermaßen betrifft, glauben viele, dass Darmkrebs einfach ein unvermeidlicher Bestandteil des Alterungs-prozesses ist. Durch richtige Ernährung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
kann das scheinbar Unvermeidliche jedoch vermieden werden.

Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig
Das Darmkrebsrisiko steigt mit dem Alter. Die meisten Fälle treten bei Menschen zwischen 60 und 70 auf.
Unter 50-Jährige erkranken nur sehr selten an Darmkrebs, es sei denn, in ihrer Familie gibt es gehäuft Fälle von Darmkrebs bei jüngeren Menschen. Mit zunehmendem Alter ist es wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen.
Übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen sind weitere Risikofaktoren für Darmkrebs. In einer Studie wurde erwiesen, dass das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, bei Raucherinnen 40 Prozent höher ist als bei Nichtraucherinnen. Bei Männern liegt der Unterschied bei 30 Prozent.
Leider scheuen sich manche Menschen, Darmspiegelungen durchführen zu lassen, da sie es für peinlich und für schmerzhaft halten. Die Vorteile sollten jedoch diese Ängste aufwiegen. Eine Darmspiegelung dauert gewöhnlich weniger als eine Stunde und führt nur zu leichtem Unwohlsein, wie Krämpfen und dem Gefühl, an Blähungen zu leiden. Der Patient erhält auf Wunsch ein Beruhigungsmittel.
Darmspiegelungen sind die häufigste und erfolgreichste Methode, um Polypen (die zu Krebs werden können) und Darmkrebs zu entdecken. Sie sind zwar etwas unangenehm, aber Sie werden hinterher viel beruhigter sein. Es gibt noch andere
Untersuchungsmethoden wie Colon-Kontrasteinlauf, Blut- und Stuhltests und Sigmoidoskopie.
Der Vorteil einer Darmspiegelung besteht jedoch darin, dass sie gründlicher ist und dass Polypen sofort entfernt und ins Labor gesendet werden können, ohne dass eine zweite Untersuchung angesetzt werden muss.
Zusätzlich zu gesunder Ernährung und Vorsorge empfiehlt die Hilfsorganisation Bowel
Cancer UK, die sich um Information, Unterstützung und Beratung von Darmkrebs-patienten kümmert, sich regelmäßig körperlich zu betätigen, viel Wasser zu trinken und die in Ihrer Familie üblichen Krankheiten zu kennen.
Was bedeuten diese Tatsachen? Sie bedeuten, dass Darmkrebs zwar zurzeit eine der
häufigsten Krebsarten ist, dies aber nicht unbedingt so bleiben muss. Krebsforschungsinstitute, Hilfsorganisationen und Krebskliniken auf der ganzen Welt finden immer wieder Hinweise darauf, dass Darmkrebs durch ein paar einfache Änderungen der Lebensführung ausgerottet werden könnte. Eine gesunde, ballast-stoffreiche Ernährung mit wenig rotem Fleisch und viel Obst, Gemüse, Fisch und Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln zusammen mit regelmäßigen Darmspiegelungen kann eine Garantie dafür sein, dass Sie eine der häufigsten Krankheiten auf dieser Welt nie bekommen werden.


Richtige Ernährung ist der Schlüssel
Der einfachste Schutz vor Darmkrebs ist eine Vitamin-D- und ballaststoffreiche Ernährung. In einer im British Medical Journal veröffentlichten Studie wurde nachgewiesen, dass Vitamin D eine wichtige Rolle beim Schutz vor Darmkrebs spielt.
Eine unabhängige Meta-Analyse im American Journal of Preventive Medicine legt die Annahme nahe, dass die Aufnahme von 2000 IU Vitamin D pro Tag das Darmkrebsrisiko um zwei Drittel senken könnte. Dies scheint zunächst eine sehr große Menge Vitamin D zu sein. Sie kann jedoch durch eine Kombination aus Nahrungsergänzungsmitteln und 10-20 Minuten täglichem Sonnenbad (ohne Sonnenschutzmittel) problemlos erreicht werden. Trotz dieser und anderer Hinweise auf die gesundheits-fördernde Wirkung von Vitamin D liegen die Empfehlungen von Gesundheitsbehörden bezüglich der täglichen Einnahmemenge weitaus niedriger.
Der Internationalen Gesellschaft für Krebsforschung (einer Initiative der WHO) zufolge deuten viele Forschungsergebnisse darauf hin, dass eine ballaststoffreiche Ernährung das Darmkrebsrisiko signifikant senkt. In einer Studie wurde ermittelt, dass Teilnehmer, die jeden Tag durchschnittlich 35 Gramm Ballaststoffe zu sich nahmen, ein um 40 Prozent geringeres Darmkrebsrisiko hatten. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte liefern nicht nur viele Mikronährstoffe, sondern auch wertvolle Ballaststoffe.

Weitere von der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) durchgeführte Studien zum Thema Ernährung und Krebs deuten darauf hin, dass eine aus Ballaststoffen, Fisch, Obst und Gemüse bestehende Ernährung die Häufigkeit von Polypen und Darmkrebs deutlich verringern kann. Umgekehrt
zeigen die Studien der EPIC auch, dass Ernährung mit viel rotem Fleisch und wenig Obst und Gemüse das Darmkrebsrisiko deutlich erhöht.

Quelle: grow ing you ng ma ga zine, Ausgabe Sept./Okt. 2007
Li fe Pl us Interna tional

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